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Museumsfest 2015

Führung beim Museumsfest 2013Wie jedes Jahr Anfang Juni, so lädt auch dieses Jahr der Stadtteilverein Heidelberg-Rohrbach wieder ein zum Museumsfest und Tag der Offenen Tür im Rohrbacher Heimatmuseum (Rathausstraße 76).

Neben Führungen durch die Ausstellungsräume werden den Besuchern Speisen und Getränke aus Rohrbacher Küchen und Kellern sowie Kaffee und Kuchen geboten. Der Eintritt ist frei.

Geöffnet ist das Fest:
am Samstag (6.6.) von 14 bis 20 Uhr,
am Sonntag (7. 6.) von 11 bis 18 Uhr.

 

 

Abschied vom Rohrbacher Bächlein

Alte Fotografie

Gerade erst wurde der umgestaltete Rathausplatz eröffnet. Mit einem Bachlauf, einem fiktiven. Der an die Bach erinnert, die hier floß. Bis sie dem „Fortschritt und dem Verkehr zu Opfer fiel.

Jetzt, ziemlich genau 50 Jahre später fiel Franz Maucher beim Entrümpeln ein Gedicht in die Hände, geschrieben 1965 als die Bach verdohlt wurde. Und um die Bach geht es in einem Gedicht von Katharina Schädel.

Neue Vereinsvorstände

RDer neue punker-Vorstandohrbach kann einige neue Vereinsvorstände begrüßen. Bereits vor einiger Zeit übernahm Dr. Hartmut Lutschewitz den Vorsitz des Sängerbundes und Wolfgang Flörchinger den des Liederkranzes. Gestern wählte nun der punker neu. Valentina Schenk wurde zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Der bisherige 1. Vorsitzende Gerhard Peters und Rabe Hackbusch hatten nicht mehr kandidiert. Neben Valentina Schenk wurden Chris Mench und Birgit Roos neu in den Vorstand gewählt. Schatzmeisterin bleibt Claudia Rink.

Der Stadtteilverein gratuliert allen neu und fast neu Gewählten herzlich!

Rathausplatzeröffnung

von Hans-Jürgen Fuchs, 09.05.2015

Am 9. Mai war es endlich soweit: der Rathausplatz in Rohrbach wurde nach der Umgestaltung eingeweiht. Und endlich war auch Wasser in der Rinne. Nachdem es im Vorfeld der Eröffnung noch einigen Ärger gegeben hatte, waren dann doch die meisten Forderungen aus dem Stadtteil erfüllt worden. Und so hatten alle einen Grund zu feiern. Zur Eröffnung kamen viele Leute, obwohl die Stadt es versäumt hatte, rechtzeitig einzuladen. Eine Einladung hatten nur ausgewählte Personen erhalten, in der Presse oder auf der Website der Stadt Heidelberg war die Eröffnung nicht angekündigt. Erst am Tag der Eröffnung, am Samstag, erschien ein kurzer Artikel in der RNZ. Über die, wie soll man es nennen, zurückhaltende Informationspolitik der Stadt, hatten sich einige geärgert. Zum Beispiel die Anwohner. Die hatten ein Jahr lang die Baustelle ertragen müssen, waren aber nicht über die Einweihung informiert worden.

Kinder spielen in der Bach

Aber Stadtteilverein und punker hatten über Ihre E-Mail Verteiler breit informiert und so war es bei der Eröffnung doch ziemlich lebendig. Den Stadtteilverein vertrat Karin Weidenheimer, die in ihrer Rede auf die Vorgeschichte des des Umbaus hinwies. Sie beschrieb, wie seit Jahrzehnten vor allem Eltern auf Veränderungen am Rathausplatz gedrängt hatten. Damit sollte nicht nur der alte Kern Rohrbachs aufgewertet werden, sondern vor allem auch mehr Verkehrssicherheit für Kinder und Ältere erreicht werden.

Der Platz jedenfalls wird inzwischen bestens angenommen. Am Sonntag waren alle Bänke besetzt, Kinder spielten im Bach und vor der Eisdiele stand eine lange Schlange. Rohrbachs neues Zentrum ist voller Leben ...

Weitere Impressionen hier …

Mahnmal für ermordete Zwangsarbeiter übergeben

Das Mahnmal

Am Freitag, 8. Mai 2015, 70 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde in Rohrbach im Quartier am Turm ein Mahnmal der Öffentlichkeit übergeben, das an fünf Zwangsarbeiter erinnert, die ein Jahr vor Kriegsende hier ermordet worden waren. Jahrzehntelang hatten die IG-Metall und der Anwalt Wolfgang Stather daran gearbeitet, dass damit ein Stück lokaler Geschichte bekannt gemacht wird. Das Mahnmal, dass der Bildhauer und Maler Michael Lingrên gestaltet hat weist auf das Schicksal von Aleksej Belov aus Kuznecov, Pavel Chrebor aus Trostjanc, Anatolij Bachacev aus Kiev, Nikolaj Evdokimov aus Novoderevnja, Vasilij Skorkin aus Ponory hin, fünf jungen Menschen zwischen 19 und 21 Jahren, die als Zwangsarbeiter in der Fuchsschen Waggonfabrik und bei der Graubremse arbeiten mussten. Sie waren erhängt worden, weil sie aus Hunger Lebensmittel aus einem Güterzug gestohlen hatten.

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Bezirksbeirat fordert Blitzer in der Karlsruher Straße

2014 hatte der Rohrbacher Bezirksbeirat einen Blitzer an der rohrbacher Straße gefordert. Ursache waren zum einen Unfälle an der Kreuzung zur Freiburger Straße und die Tatsache, dass in der Ortseinfahr Rohrbachs sehr viele Fahrzeuge viel zu schnell fahren. Diese Maßnahme, die auch das Verkehrsmangement der Stadt für sinnvoll hielt, wurde allerdings vom Gemeinderat aus dem Doppelhaushalt gestrichen.

Der Rohrbacher Bezirksbeirat Stefan Richter, der sich besonders für den Blitzer starkmachte, schrieb nun an OB WÜrzner und bat ihn einzugreifen:

Sehr geehrter Oberbürgermeister Würzner,

wie Sie wissen habe ich mich in den letzten 6 Jahren nach einem schweren Unfall, bei dem ich Ersthelfer war, sehr für die Fußgängersicherheit der Kreuzung Karlsruherstr/Freiburgerstr/Christian-Bitterstr eingesetzt. Dieses Engagement umfasste die aus meiner Sicht problematische Ampelschaltung, als auch eine bessere Sichtbarkeit, sowie Geschwindigkeitskontrollen in Form eines stationären Blitzers an dieser Stelle.

Leider sind an dieser Stelle, unter anderem im letzten Jahr wieder gleichartige Unfälle passiert, einer davon für den Fußgänger tödlich. … Ihr Amt für Verkehrsmangement hat nach dem letzten Unfall auch eine Begehung mit der Polizei gemacht. Als erste Maßnahmen wurden nun endlich ein stationärer Blitzer gefordert und eine Umstellung der Fußgängerampel, so dass auf beiden Straßenseiten für Fußgänger gleichzeitig grün wird. Leider wurde diese sinnvolle Maßnahme des stationären Blitzers vom Gemeinderat aus dem Haushalt gestrichen.

Ihre Verkehrsbehörde hat den Blitzer noch mit dem Hinweis "Die geplante Errichtung einer Anlage in der Karlsruher Str. basiert auf mehreren Unfällen mit Fußgängerbeteiligung, einer davon in 2014 mit tödlichem Ausgang" versucht zu verteidigen. 

Herr Würzner, wenn Ihre Verkehrsbehörde nun endlich zu der Auffassung gekommen ist, dass diese Maßnahme aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, machen Sie von Ihrem Recht als Vorgesetzter der Verkehrsbehörde Gebrauch, in Sicherheitsfragen Beschlüsse des Gemeinderates zu ignorieren. Installieren Sie am Ortseingang von Rohrbach einen Blitzer und stellen die Ampelschaltung um.

Der Unfallverursacher des tödlichen Unfalls hat vor Gericht ausgesagt, dass er die Ampel nicht wahrgenommen hat, obwohl er täglich daran vorbeifährt. Das kann aus meiner Sicht passieren. Aber eine Kreuzung mit Blitzer merkt man sich normalerweise sehr gut.

Herr Dr. Würzner, bitte installieren Sie eine stationäre Blitzanlage und sorgen Sie mit weiteren Maßnahmen wie bessere Markierung für eine bessere Sichtbarkeit dieser Kreuzung.

Herzlichen Dank

Frevel an den Ästhetik-Stelen

„Kommando Pollerflug” übernimmt die Verantwortung

von Han David

Manch einer, der heute früh die Rathausstraße entlang ging wird sich die Augen gerieben haben: waren da tatsächlich den Ästhetik-Stelen am Rathausplatz Flügel gewachsen, hätten sie Kronen oder Hörner bekommen? Oder war das Ganze Folge der vorabendlichen Exzesse? War es nicht. Die Flügel, Kronen und gehäkelten Hütchen existierten wirklich. Blieb die Frage: wer war das? Ein erster Hinweis fand sich an einer Ästhetik-Stele. Hier prangte ein Schild mit dem Stichwort "Pollerflug". Und nun hat ein Kommando Pollerflug die Verantwortung für die Verunstaltung der ästhetischen Aufwertungsstelen am Rathaus übernommen.

Drei verzierte Poller

Mehr zum Kunstfrevel …

Ein öffentliches Bücherregal in Rohrbach

von Hans-Jürgen Fuchs, 30.04.2015

Gruppe bei der Eröffnung des Bücherregals

Zwei Jahre bemühte sich der Punker darum – nun war es endlich soweit: Das öffentliche Bücherregal ist endlich fertig. Die Einweihung fand am Vorabend des 1. Mai statt. Dazu gab es ein Gläschen Sekt, und alle brachten mindestens ein Buch mit, damit das Regal eine erste „Füllung” erhielt. Von nun an kann man gute Bücher einfach in das Regal einstellen, gegen ein anderes eintauschen oder nur mitnehmen, lesen und behalten.

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Zur Erinnerung an fünf ermordete Zwangsarbeiter

ISkizze des Mahnmalsn Erinnerung an fünf ermordete Zwangsarbeiter auf dem Gelände der ehemaligen Fuchs Waggonfabrik AG in Heidelberg lädt die IG Metall Heidelberg ein zur Übergabe eines Mahnmals an die Öffentlichkeit. Das traurige Schicksal der jungen Russen mahnt zur Erinnerung, unter welchen bedrückenden Umständen zwischen 1933 und 1945 tausende von Männern, Frauen und Kindern in Heidelberg zwangsweise arbeiten und leiden mussten.

Freitag, den 08. Mai 2015, um 11:00 Uhr am Wasserturm, Quartier am Turm

Programm

  • Ansprache: Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg
  • Ansprache: Mirko Geiger, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Heidelberg
  • Übergabe des Mahnmals an die Öffentlichkeit: Michael Lingrên, Bildhauer und Maler

Nextbike am Rohrbach Markt:
Fahrradstellplätze vs. Parkplätze?

von Hans-Jürgen Fuchs (27.3.2015)

Am Samstag startet in der Metropolregion das neue Fahrradverleihsystem „VRN-Nextbike“ des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar. In Heidelberg wird es zunächst zwölf Stationen geben, später sollen noch vier weitere dazu kommen.

Eine der Stationen wurde letzte Woche am Rohrbach Markt gebaut. Das ist gut. Allerdings an einer Stelle, an der nun zwei Parkplätze entfallen. Und das ist nicht gut. Auch nicht gut ist, dass die Maßnahme mit dem Stadtteil nicht abgesprochen. Weniger als eine Woche vor der Bezirksbeiratsitzung, die am 25. März stattfand, wurden Fakten geschaffen.

Die Verleihstation

Die Station steht am Rohrbach Markt kurz hinter der Haltstelle stadteinwärts. Direkt davor gibt es eine Fläche, die bislang leer ist und nur von Falschparkern genutzt wird. Warum wurde nicht da gebaut? Oder an einer anderen Stelle am Markt? Warum wurde der Sachverstand vor Ort nicht genutzt?

Freie Fläche direkt neben der Station

In einem Bericht der RNZ von heute heißt es: „Die Standorte der Verleihstationen im Stadtgebiet hat der Gemeinderat im Juni 2012 ohne Gegenstimme beschlossen. Grundlage war eine umfangreiche Dokumentation. Daraus ging klar hervor, dass an besagten Stellen Pkw-Stellplätze wegfallen werden“, sagt Stadtsprecher Tim Herre.

Haben also die Gemeinderäte die Beteiligung der Stadtteile verbaselt?

Wenn man sich die Unterlagen der Gemeinderatssitzung vom Juni 2012 ansieht, so ist da nur ganz pauschal von „Rohrbach Markt” die Rede. Und im beiliegenden Stadtplan findet sich einfach nur ein dickes Quadrat. Und in der Beschlussvorlage heißt es: „Die genauen baulichen Planungen der Stationen geschehen in Abstimmung mit dem Amt für Verkehrsmanagement, dem Stadtplanungsamt, dem Tiefbauamt sowie einem Vertreter der Firma nextbike.”

Es kann also keine Rede sein, dass der Gemeinderat einer konkreten Stelle zum Anbringen der Anlage zugestimmt hat. Und es ist nicht sonderlich fair, die Verantwortung an andere weiterzuschieben …

Wie geht es nun weiter? Der Bezirksbeirat hat einstimmig gefordert, dass in einem Vor-Ort-Termin geprüft wird, ob es Alternativen zum derzeitigen Standort der Anlage gibt. Dies soll bereits vorab vom Verkehrsmanagement vorgeprüft werden. Findet sich ein besserer Platz, soll die Anlage umgesetzt werden.

Und das Ganze soll zeitnah erfolgen.

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