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Konversion in Heidelberg: Die Stadtteilvereine fordern Gehör

In einem Brief wenden sich die Stadtteilvereine der Südstadt, Kirchheims, der Weststadt und Rohrbachs an die Stadt Heidelberg und die Rhein-Neckar-Zeitung. Sie fordern, im Konversionsprozess stärker gehört zu werden.

Der Brief im Wortlaut:

Durch den Konversionsprozess stehen in der Südstadt, Kirchheim und Rohrbach teilweise sehr umfangreiche Veränderungen an. Struktur und Perspektive der Stadtteile werden teilweise auf Jahrzehnte hinaus dadurch geprägt sein. Die Entwicklungsbereiche Wohnen, Verkehr, Gewerbe, aber auch Naherholung und Begrünung werden dadurch beeinflusst werden und auf die Entwicklung der gesamten Stadt Heidelberg zurückstrahlen. Die Gesamtstadt Heidelberg und die Stadtteile haben dadurch im besten Sinne die Chance, sich gemeinsam und in wechselseitiger Unterstützung weiterzuentwickeln.

Die Stadtteilvereine sind traditionell Vertreter der Interessen der Bürgerschaft und der Vereine, sowie Ansprechpartner des ortsansässigen Gewerbes. Ihre Arbeit wird erfolgreich ergänzt durch die Bezirksbeiräte, die als politische Vertretung der Stadtteile ebenfalls Ansprechpartner für Gemeinderat und Stadt sind. Die Zusammenarbeit mit den Bezirksbeiräten ist im Interesse der Stadtteile und ausdrücklich erwünscht. Unverzichtbar bleibt jedoch die Funktion der Stadtteilvereine als Sprachrohr der Bevölkerung, unabhängig von politischen Interessen, und Vertreter von Belangen der Stadtteile innerhalb der Gesamtstadt auch in der sich verändernden Stadtgesellschaft Das hier vielfältig vorhandene bürgerschaftliche Engagement soll ganz konkret auch in die Stadtteilentwicklung einfließen.

  1. Die Bürgerbeteiligung in verschiedenster Form bleibt unverzichtbarer Begleiter auch für viele Detailplanungen in den kommenden Jahren. Die Stadtteilvereine erwarten grundsätzlich, in die Planungen einbezogen zu werden. Sie haben gewachsene Strukturen und dadurch eigene Möglichkeiten, die Interessen der Bürgerschaft zu erfahren und weiterzugeben. Diese Möglichkeiten muss die Stadt nutzen.
  2. Der Konversionsbeirat als Beratungsgremium hat sehr viele sehr unterschiedliche Interessenvertreter, jedoch zu wenige Beteiligte aus dem Stadtteil, diese sind jedoch am stärksten betroffen und müssen deshalb gehört werden. Die bisherigen Bürgerbeteiligungsverfahren wiederum bilden die Meinungen im Stadtteil nur unvollständig ab. Spätestens nach Verabschiedung des Nutzungsplans und Beginn der Detailplanungen im Stadtteil muss ein funktionsfähiges (also nicht zu großes) beratendes Gremium unter Beteiligung der Stadtteilvereine im Stadtteil etabliert werden.

 

Ursula Röper, 1. Vorsitzende Stadtteilverein Südstadt
Jörn Fuchs, 1. Vorsitzender Stadtteilverein Kirchheim, Vorsitzender ARGE
Hans-Jürgen Fuchs, 1. Vorsitzender Stadtteilverein Rohrbach
Stefan Hauck, 1. Vorsitzender Stadtteilverein Weststadt