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2016 ist es so weit: Die erste urkundliche Erwähnung Rohrbachs jährt sich zum 1.250 sten Mal. Im Jahr 766 wird unser Ort im Codex Laureshamensis, der die Schenkung eines Weinbergs an das Kloster Lorsch vermerkt, erstmals erwähnt (mehr dazu …). Die 1.250-Jahrfeiern sind ein besonderer Anlass sein, den eigenen Charakter unseres Stadtteils herauszustellen und zu feiern.

Bilder – Geschichten

Fotos: Reiner Herbold

Blick in des Rathaussaal

Als letzte der fast 40 Jubiläumsveranstaltungen stand eine Ausstellung mit Fotos aus dem Stadtteil an. Seit über zwei Jahrzehnten dokumentiert Hans-Jürgen Fuchs Rohrbach mit seiner Kamera. Dabei entstanden Fotos, die einen eigenen, ungewöhnlichen Blick auf das Leben im Stadtteil werfen. Um diesen individuellen Blick ging es bei dieser Ausstellung. Gezeigt wurden immer merk-würdige und manchmal schräge Ansichten des lebendigen Stadtteils, besondere und alltäglichen Ereignisse als großformatige Fotos und in einer Präsentation. Es waren Aufnahmen, die Geschichten erzählen. Und dazu waren auch die Besucher aufgefordert: ihre Geschichten mitzubringen. Die Veranstaltung des Stadtteilvereins Rohrbach und des punker fand statt am Samstag, 10. Dezember 2016, 18:00 Uhr im gut gefüllten Saal des Alten Rathauses in Rohrbach, Rathausstraße 43. Mit von der Partie u.a. ein NaBaKra-Trio, das quantitative Mängel mit qualitativem Spiel wett machte. Jedefalls fast.

Mehr zu dieser Veranstaltung …

Albert Fraenkel –
ein Arztleben in Licht und Schatten

Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht mit musikalischer Umrahmung

Fotos: Josef Scherhaufer

Trotz des schlechten Wetters trafen sich am 9. November 2016 am Gedenkstein in der Rathausstraße auf dem Platz der ehemaligen Synagoge gut 80 Menschen um der Zerstörung der Rohrbacher Synagoge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu gedenken. Nach der Verlesung der Namen der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Rohrbach gingen wir zum Albert-Fraenkel-Saal in der Thoraxklinik. Dort referierte Michael Ehmann, Präventionsbeauftragter an der Thorax-klinik und Mitautor der 2004 erschienenen Biografie über Albert Fraenkel über „Albert-Fraenkel – ein Arztleben in Licht und Schatten“.

Eine Schrift der Thoraxklinik zu Albert Fraenkel finden Sie hier …

Musikalisch wurde die Veranstaltung würdig und exzelent durch Detlev Bork begleitet.

Festliche Weinprobe in der Eichendorffhalle
(5. November 2016)

Fotos Hans-Jürgen Fuchs und Ulrik Horn

Drei Weinköniginnen …

Anlässlich der 1250 Jahrfeier von Rohrbach ließ der Obst, Garten und Weinbauverein Heidelberg-Rohrbach e.V. am Freitag, 5. November 2016 eine Tradition wieder aufleben und lud zur großen festlichen Weinprobe in die feierlich geschmückte Eichendorffhalle ein. Manch einer hatte vielleicht schon früher eine der festlichen Weinproben in der Eichendorffhalle besucht, zu denen der – damals noch – Obst- und Weinbauverein Heidelberg-Rohrbach e.V. in den 80er-Jahren eingeladen hatte. Seither sind einige Jahre ins Land gegangen und die Rohrbacher Winzer haben sich ganz schön gemausert, so dass die Weine es mit den besten in Deutschland aufnehmen können. Der Obst, Garten und Weinbauverein kann stolz sein, dass anlässlich des Jubiläums zum ersten Mal die Rohrbacher Haupt- und Nebenerwerbswinzer gemeinsam eine Auswahl ihrer edlen Tropfen im Rahmen der festlichen Weinprobe präsentierten. Ein schöner Abend (fast) am Ende des Jubiläumsjahrs …

Die Rohrbacher Winzer

Best of Pop – Konzert zum Jubiläum

Fotos: Reiner Herbold und Hans-Jürgen Fuchs

Der Chor auf der Bühne

Die POPCHORns der Sängereinheit veranstalteten ihr erstes großes Pop-Konzert mit neuer Besetzung und neuem Chorleiter im Jubiläumsjahr Rohrbachs. Neben Popklassikern wie „Michelle“ , „For the longest time“, „Angels“, „Beyond the sea“, Every breath you take”, „Hit the road Jack“ und vielen mehr, standen auch bekannte Rock-Songs wie „Bohemian Rhapsody“ oder beliebte Gospels wie „Good News“ und „ I can tell the world“ auf dem Programm. Begleitet wurden sie nicht nur von unserem Chorleiter Christoph Engelsberger, sondern erstmals auch von einer Band.

Die Eichendorffhalle war am Samstag, 22. Oktober 2016 ausverkauft, die Stimmung bestens … wie das Konzert.

Der Kinderchor auf der Bühne

Feld, Wald und Reben

Der Wandel der Zeit im Bild dokumentiert

Fotos: Hans-Jürgen Fuchs

Dr. Trabold und Larissa Winter

In den 50 Jahren, die seit der 1200-Jahr-Feier in Rohrbach vergangen sind, hat sich die Gemarkung deutlich verändert. Verändert haben sich auch Wirtschaftsweisen, Betriebsstrukturen und Produktionsmethoden in der Land- und Forstwirtschaft auf den verbliebenen Flächen.

Bei der Ausstellungseröffnung

Fotodokumente aus dem Archiv von Dr. Thomas Trabold verdeutlichen den Wandel und ließen das Leben und Arbeiten in Wald und Flur in einer Ausstellung, die der Obst, Garten und Weinbauverein
Heidelberg-Rohrbach e.V. in Kooperation mit dem Heidelberger Biotopschutz e.V. am Sonntag,16. Oktober 2016 von 11:00 – 18:00 Uhr im Alten Rathaus Rohrbach zeigte wieder lebendig werden!

Die Veranstaltung war bestens besucht – schade, dass es in ganz Rohrbach keinen Raum gibt, in dem wir über längere Zeit eine Ausstellung zeigen können.

Brasilianische Rhythmen
und virtuose Vielseitigkeit auf Flamencogitarren

„FourHands Plus“ und „Café del Mundo” im Roten Ochsen

Bericht: Andrea Tenorth
Fotos: Hans-Jürgen Fuchs

Cafe del Mondo auf der Bühne

2 Gitarristen, 2 Gitarren, ein 2stündiges Konzert – ist das nicht langweilig? Das könnte einer gedacht haben, der Alexander Kilian und Jan Pascal als Duo „Café del Mundo“ nicht kennt. Und dann wäre es auch logisch, dazu noch vorsorglich die „FourHands+“ aus Rohrbach als Vorgruppe zu engagieren …

Aber nein, so war es nicht,  die „FourHands+“ (Raimund von dem Bussche, Johannes Dumm und Bernhard Dumm) hatten einfach Lust zu spielen und dem Publikum sechs ihrer eigenen Stücke („alles selbstgemacht“) zu präsentieren. Mit brasilianischen Rhythmen heizten sie mit Gitarre, Querflöte, Mundharmonika und Cajon im voll besetzten Saal den Zuhörern mächtig ein und ernteten viel Applaus – und von Valentina Schenk, der 1. Vorsitzenden, die das Publikum begrüßte, das Versprechen auf ein eigenes Konzert.

Und was „Café del Mundo“ danach auf die Bühne zauberte, war einfach unfassbar gute Flamenco-Gitarrenmusik verschiedenster Art und Herkunft, eben „del Mundo“: Flamenco, Solea, Bossa, Tango, Balería, Salsa, Allegría, mit spanischen, portugiesischen, arabischen, russischen und polnischen Einflüssen. Eingeführt wurde jeder Titel feinsinnig und mit viel Humor von Jan Pascal, der nicht nur in die Entstehungsgeschichte der Titel Einblick gab, sondern auch in die musikalische, sowie in die nun schon zehn Jahre andauernde musikalische Beziehung mit seinem Partner Alexander Kilian („Alex hat nur einen Nachteil – er spielt viel zu schnell“).

Wie kann man die Musik der beiden beschreiben? Und was machte den Abend so besonders für das Publikum? Es war einfach faszinierend, den beiden Virtuosen beim Spielen zuzuhören, vor allem aber auch zuzusehen. Denn es war der Dialog zwischen den beiden, der Wechsel zwischen Begleitung und Soli, mal zart, mal energisch, mal leise, mal eindringlich, und immer wieder in atemberaubendem Tempo. Was die beiden technisch auf der Gitarre können, wurde auch dem Laien deutlich, als sie bei „Tico Tico“ nach dem ersten Durchlauf mal eben das Tempo verdoppelten. Was die beiden musikalisch können, zeigten sie auch immer wieder mit fantasievollen Bearbeitungen von Stücken  von Chick Corea oder Astor Piazolla, aber auch von polnischen Tangos und deutschen Polkas, selbst vor Michael Jackson machten die beiden in der Zugabe nicht Halt.

Erst nach gut 2 Stunden Spielzeit und 3 Zugaben wurden das Duo aus Buchen im Odenwald vom Publikum „entlassen“. Und „der Punker“ als Veranstalter war mehr als zufrieden, dass Rohrbach als Konzertort jetzt neben Luxembourg, Hamburg, Berlin und Madrid in die Café-del-Mundo-Geschichte eingeht. Und dankte Siggi Körber, das Duo nach Rohrbach geholt zu haben. Das Publikum hofft jedenfalls inständig, dass die beiden wieder mal zu einem Konzert vorbeischauen, auch wenn nicht gerade 1250-Jahre-Jubiläum ist.

Mehr Bilder finden SIe auf der Website des punker …

Die Festschrift

von Hans-Jürgen Fuchs (Juli 2016)

Umschlagseite der Festschrift

Die Festschrift ist ein weiteres Highlight unseres Jubiläumsjahrs. Wer hätte am Anfang unserer Planungen gedacht, dass das so ein gewichtiges Werk werden würde? Fast 170 Seiten in schöner Gestaltung, voller Infos über und Geschichten aus Rohrbach. Da findet man unter anderem

  • natürlich Grußworte, z. B. eines des Ministerpräsidenten,
  • geschichtliche Darstellungen z.B. zu 1250 Jahre Rohrbach, zum gläsernen Zug, zur Bach und zum Wasserturm, zum Strukturwandel in der Land- und Forstwirtschaft, zum Rohrbacher Schlösschen,
  • Berichte und Selbstdarstellungen zu den Vereinen, Parteien, den Weingütern und zu den Kirchengemeinden in Rohrbach,
  • Inhaltliche Beiträge zur Entwicklung des Stadtteils,
  • einen Bericht zur Sonderbriefmarke zum Jubiläum,
  • und einen zum Hasenleiser
  • und einen zum Erlebniswanderweg Wein und Kultur,
  • Gedichte von Gustav Knauber und Katharina Schädel
  • und die Festansprache „Heimat Rohrbach“ zum Festakt des Statteilvereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Fuchs

Das Ganze wie gesagt bestens zusammengestellt durch Hans-Peter Droste und wertig gestaltet und gedruckt.

Sie können die Festschrift hier herunterladen …

…oder auch noch selbst in die Hand nehmen. Es gibt noch Exemplare bei Schreibwaren Hofmann in der Rathausstraße, in der Eichendorffbuchhandlung am Eichendorffplatz, bei Blumen Pfefferkorn in der Heinrich-Fuchs-Straße und bei Friseur Wengerek in der Herrenwiesenstraße.

Der Festzug

Der Festzug unter dem Thema „1250 Jahre Rohrbach” war der absolute Höhepunkt des Festwochenendes. Es ist ein riesiger, bunter Zug mit mehr als 1250 Teilnehmenden, über 50 Motivwagen und -gruppen und weit mehr als 10.000 Zuschauern. Die Aufstellung erfolgte am Sonntag, 3. Juli ab 12:00 Uhr am Nahversorgungszentrum. Der Zug startete pünktlich um 14:00 Uhr und ging durch die Felix-Wankel-Straße, Fabrikstraße, Kolbenzeil, Freiburger Straße, Christian-Bitter-Straße, Schelklystraße, Friedrich-Weinbrenner-Straße, Leimer Straße, Rathausstraße in die Herrenwiesenstraße.

Blick auf den Festzug mit alter Feuerleiter der Feuerwehr

Viele Impressionen vom Festzug finden Sie hier …

Schon im Quartier am Turm und im Hasenleiser waren die Straßen von Menschen gesäumt. Die B3 musste von der Polizei, die uns eine sehr große Hilfe war, längere Zeit gesperrt werden. Gänsehaut kam auf, als sich der Zug durch die Leimer Straße in die Rathausstraße schob. Tausende warteten dort, lachende Gesichter, Applaus. Das war wirklich etwas Besonderes, was das Museumsteam mit Jürgen Ziegler, Wolfgang Spät und Josef Scherhaufer da auf die Beine gestellt hatten. Das wird Rohrbach so schnell nicht vergessen!

Hier einige Impressionen mit Fotos von Uwe Bellm, Reiner Herbold, Dieter Roos, Ulrik Horn, Hans-Jürgen Fuchs.

MaxNix präsentierte die rorcultur 2016

Max Nix hatte für das Festwochenende ein sehr spezielles Programm mit Elementen aus Comedy, Musik, Zauberei, und Artistik zusammengestellt und segelte wie immer äußerst geschmackssicher am Rande der Peinlichkeit – ohne ­jemals abzustürzen. Präsentiert wurden schöne Melodien und internationale und nationale Künstler und Artisten! Und solche aus Rohrbach. Die erste Hälfte des Abends beherrschten Max Nix und seine Assistänzerinnen Anne Kloos und Dörte Pommerin die Bühne. Letztere sind ja auch 2/3 Weiberkram und sie präsentierten Teile ihres Schneewitschen-Programms (das übrigens am 1. und 2. Oktober wieder im Alten Rathaus zu sehen sein wird) 1/3 Weiberkram fehlte, so dass Thomas Nigl einmal als drittes Weib einspringen musste. Was ihm natürlich souverän gelang. Jedenfalls fast.

Atemberaubend waren die Aktionen der Accrobaticgruppe des Circus Peperoni – nicht nur für die Zuschauer in den ersten Reihen. Und Mareike vom Circus Peperoni hangelte sich an Tüchern durch die Festhalle – das war großer Circus. Martina Baumann und Uwe Loda gehören einfach zu rorbach und zur rorcultur. Diesmal traten sie als »Uwelmaro« auf, denn sie hatten Elisabeth Osewold und Rolf Grillo mitgebracht und verzauberten die Halle mit schönen Tönen … ehe dann harte Bässe durch den Saal trieben und David Confal kam. Seine Diaboloshow hat uns einfach umgehauen. Das kann man leider nicht beschreiben, das muss man gesehen haben! Wer es verpasst hat: Nachholen kann man das nicht aber ein bisschen gucken kann man hier …

Blick auf die Bühne, MaxNix bläst kopfüber Tuba

Auch hier ein längerer Bericht und ein paar Impressionen vom Abend …

Der ökumenische Festgottesdienst

Die großen Rohrbacher Kirchengemeinden hatten die Festhalle für den ökumenischen Gottesdienst hergerichtet: Die historischen Kirchen, die ehemalige katholische in der Rathausstraße, die Melanchthonkirche und auch die von den Nazis zerstörte Synagoge schmückten den Saal. Die Pfarrerinnen Mayer-Spraul und Baur-Kolster von der evangelischen Melanchthongemeinde, Pfarrer Ullmer von der katholischen Gemeinde und Pfarrer Förster von der Lutherischen Gemeinde gestalteten gemeinsam einen Gottesdienst, der sich - wie könnte es anders sein - um Rohrbach, den Wein, das Verschenken von Weinbergen und die Haltung, die dahinter steht beschäftigte. Es war ein schöner, dem Anlass angemessener Gottesdienst in einer voll besetzten Eichendorffhalle.

Blick von oben in den gut gefüllten Festsaal

Impressionen vom Festgottesdienst finden Sie hier …

Das Festdorf

von Hans-Jürgen Fuchs (02. Juli 2016)

Rohrbachs alten Kern in ein einziges Festdorf zu verwandeln, war unser Ziel. Und das hat Michael Kraft mit seinem Team (Sven Krönert, Konstantin Waldherr und Peter Faus) eindruckvoll realisiert. Außenstehende können sich kaum vorstellen, was das an Organisationsaufwand bedeutete: Absperrmaßnahmen, Verkehrsumleitungen, Anwohnerinfos, Genehmigungen, Strom- und Wasseranschlüsse, Toiletten und deren Reinigung, eine Bühne, zwei Bands und 1000 Dinge mehr. Das war harte Arbeit, die vom Orgateam so professionell gelöst wurde, dass tausende Feiernde sich einfach nur wohl fühlten, aßen, tranken, erzählten und sangen – fröhlich und friedlich ...

... und in einem schönen Rahmen, für den auch Heinz Kaltschmidt gesorgt hatte. Schon vor zwei Jahren hatte er hunderte Birken „geordert”, diese am Freitag mit seinem Team aufgestellt, immer mal wieder gegossen und schließlich auch wieder abgeräumt und zum Kompostierwerk gebracht. Danke auch an Revierförster Bruno Gabel, der die Birken für unser Fest zwei Jahre hat wachsen lassen!

Hier einige Impressionen mit Fotos von Reiner Herbold, Uwe Bellm, Ulrik Horn, Heinz Kaltschmidt und Hans-Jürgen Fuchs
Für eine vergrößerte Ansicht klicken Sie bitte auf eine der Miniaturen. 

Blick ins Festdorf

Mehr zum Festdorf und viele Impressionen mit Fotos finden Sie hier …

Aus Rohrbach wurde Chorbach

von Hans-Jürgen Fuchs (02. Juli 2016)

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Chris Mench und weiteren punker-Mitgliedern hatte sich vorgenommen, die Vielfalt der Chöre in Rohrbach zu präsentieren. Chris Mench, Anne Kloos, und Dörte Pommerien und Andrea Tenorth begrüßten auch mit einem eurovisionären Gesang. Andrea Tenorth moderierte gekonnt und humorvoll. Auch hier war die Halle voll besetzt und das Publikum sparte nicht mit Beifall.

Kinderchor der Sängereinheit

Mehr zum Chorabend und einige Impressionen mit Fotos finden Sie hier …

Der Festakt zur 1250 Jahrfeier

Blick in die Festhalle

Die nach den Plänen von Uwe Bellm umgestaltete Eichendorffhalle war bis zum Bersten voll zum Festakt für die 1250-Jahrfeier. Und die Besucher waren nicht nur von der Ausstattung begeistert, auch das Programm gefiel ausnahmslos.

Hier finden Sie einen Bericht und viele Impressionen vom Festakt …

1250x DANKE

Das Festwochenende ist vorbei. Es war ein rauschendes Fest, das tausende Rohrbacherinnen und Rohrbacher zusammengebracht hat.

Als wir das Jubiläumsjahr planten, sagten wir: „Wir möchten „Bilder” erzeugen, Erinnerungen – so wie der Kupferstich von der Kerwe auf dem Bierhelderhof. So schön, dass hinterher ein Bild davon im Roten Ochsen aufgehängt wird. Das Jubiläumsprogramm soll ein Rahmen sein, den alle in Rohrbach gemeinsam füllen können: Rohrbachs Identität, seine Tradition und Zukunft. Und Heidelberg schaut und kommt nach Rohrbach.”

Wir denken, das ist gelungen. Und dass das gelang, ist der ehrenamtlichen Arbeit vieler hundert Menschen zu verdanken. Allein am Festzug nahmen weit über 1000 teil. Und mehr als 10.000 sahen nach Schätzung der Polizei zu. Im Festdorf an den Ständen arbeiteten Leute, in der Kinderwelt, in der Festhalle … Viele Monate Vorbereitung waren nötig. Auch hier gab es so viele Helferinnen und Helfer, dass es unmöglich ist, jeden einzelnen zu nennen.

Deshalb: 1250 facher Dank allen Engagierten in Rohrbach!

Gruppe im Festzug

Einigen besonders aktiven Menschen gilt unser besonderer Dank.

Lieber Uwe Bellm, Deine Festhalle und die Wimpel, die das Festdorf schmückten werden wir nicht mehr vergessen! Das sind die Bilder, die in unseren Köpfen bleiben.

Lieber Hans-Peter Droste, die Festschrift ist ein Schmuckstück geworden. Wir sind sicher, dass in 50 Jahren die Leute immer noch gerne in ihr blättern werden.

Lieber Thomas Fischer, das Management der Festhalle war eine Knochenarbeit. Die Halle war immer knallvoll und trotzdem waren alle Gäste zufrieden. Klasse!

Lieber Heinz Kaltschmidt, das ganze Festdorf mit Birken zu schmücken, war einfach wunderbar. Und eine Riesenaufgabe. Schöner kann unser Dorf nicht werden.

Lieber Michael Kraft, das Festdorf war das Herz des Wochenendes. Es ist unglaub-lich, was alles bedacht und getan werden muss. Du und dein Team haben das mit Umsicht und Ruhe geschafft. Hut ab!

Liebe Chris Mench, Du hast Rohrbach mit Deinem Team in Chorbach verwandelt. Das war schon eine besondere Herausforderung – mit einem tollen Ergebnis!

Lieber Jürgen Ziegler, der Festzug, den Du mit Deinem Team auf die Beine -gestellt hast war gigantisch. Daran werden sich nicht nur die Kinder noch Jahrzehnte erinnern!

Das Jubiläumsjahr ist aber noch lange nicht zu Ende!

Viele schöne Veranstaltungen stehen noch an:?

  • Kultur im Roten Ochsen (8. Oktober | punker)
  • Ausstellung „Feld, Wald und Reben –
    Der Wandel der Zeit im Bild dokumentiert” (16. Oktober | OGWV)
  • Best of Pop (22. Oktober | Sängereinheit)
  • Rohrbacher Sporttag (23. Oktober | TSG und Turnerbund)
  • Festliche Weinprobe in der Eichendorffhalle (5. November | OGWV)
  • Albert Fraenkel – ein Arztleben in Licht und Schatten
    (9. November | Stadtteilverein, punker und Thoraxklinik)
  • Ausstellung „Bilder – Geschichten”
    (10. Dezember | Stadtteilverein)

Das Festwochenende

Der Festakt

Der Festakt ist der offizielle Start in das Festwochenende. Neben viel Prominenz aus Kultur und Politik sind alle Rohrbacherinnen und Rohrbacher eingeladen zu einem Abend, an dem Rohrbachs Identität im Mittelpunkt steht, seine Tradi­tionen und seine Zukunft. Und seine Vielfalt.

Mitwirkende sind u. a.

  • der Spielmannsverein 1956 Heidelberg-Rohrbach e. V.
  • Dr. Gerner als Vertreter der Stadt Heidelberg
  • die Recyclingband der IGH
  • der Rohrbacher Festchor
  • Gustav Knauber und
  • der Nachbarschaftskrach
  • Den Festvortrag hält Hans-Jürgen Fuchs
  • und das letzte Wort hat Bernd Frauenfeld …

Freitag, 1. Juli, 19:00 Uhr, Eichendorffhalle
Karten zu 10,– Euro ab 1. Juni bei Schreibwaren Hoffmann, der Eichendorffbuchhandlung und bei Blumen Pfefferkorn

Das Festdorf

Volles Programm in der Rathausstraße, in der Heidelberger Straße und im Schulhof der Eichendorffschule … Das alte Zentrum Rohrbachs wird zum Festdorf. Schon jetzt ist es mit Wimpeln geschmückt. Und am Festwochenende füllt es sich mit Ständen von Vereinen und Gruppierungen, Anliegern und des lokalen Gewerbes mit lokalen Spezialitäten und Rohrbacher Weinen.

Samstag, 2. Juli, Start 17:00 Uhr und Sonntag, 3. Juli, Start 11:30 Uhr
Volles Programm in der Rathausstraße, in der Heidelberger Straße und im Schulhof der Eichendorffschule …

Aus Rohrbach wird Chorbach

Rohrbacher Chöre präsentieren sich am Samstagabend. Mitwirkende sind

  • der MGV Liederkranz 1904 Heidelberg-Rohrbach e. V.
  • der MGV Sängerbund 1856 Heidelberg-Rohrbach e. V.
  • die Sängereinheit Heidelberg-Rohrbach e. V.
  • der Chor der IGH
  • der rorchor

Samstag, 2. Juli, 17:30 Uhr, Eichendorffhalle
Der Eintritt ist frei.

Festzug „1250 Jahre Rohrbach”

Der Festzug unter dem Thema „1250 Jahre Rohrbach” wird ein besonderer Höhepunkt des Festwochenendes. Es ist ein großer, bunter Zug mit nahezu 1.000 Teilnehmenden und über 50 Motivwagen und -gruppen.

Die Aufstellung erfolgt am Sonntag, 3. Juli ab 12:00 Uhr am ­Nahversorgungszentrum. Der Zug startet um 14:00 Uhr und geht durch die Felix-Wankel-Straße, Fabrikstraße, Kolben­zeil, ­Freiburger Straße, Christian-Bitter-Straße, ­Schelklystraße, Friedrich Weinbrenner ­Straße, Leimer Straße, Rathaus­straße in die Herren­wiesenstraße.

MaxNix präsentiert: rorcultur

Wer erinnert sich nicht an die legendären rorcultur-Abende im Roten Ochsen? Nun heißt es also wieder rorcultur. ­Diesmal quasi 1250 Jahre rorcultur. Max Nix, fränkischer Optikermeister und vielleicht nicht stadt-, dafür aber bundes- und weltweit bekannter und beliebter Komiker, tritt normalerweise in Tokio und Rio auf, in Berlin und Montreal, in Hamburg oder Cannes – in über 200 Shows im Jahr. Und nun auch in Rohrbach. Das ist absolut ­angemessen! Max Nix hat ein sehr spezielles Programm mit ­Elementen aus Comedy, Musik, Zauberei, Artistik und Rock`n Roll ­zusammengestellt und segelt wie immer ­äußerst geschmacks­sicher am Rande der Peinlichkeit – ohne ­jemals abzustürzen … Präsentiert werden schöne ­Melodien und internationale und nationale ­Künstler und ­Artisten! Und solche aus Rohrbach.

Sonntag, 3. Juli, 19:00 Uhr, Eichendorffhalle
Karten zu 15,– Euro ab 1. Juni bei Schreibwaren Hoffmann, in der Eichendorffbuchhandlung und bei Blumen Pfefferkorn 

Die Festschrift zur 1250 Jahrfeier

Bei der Übergabe der Festschrift

Endlich ist sie fertig, die Festschrift zur 1250 Jahrfeier. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde diese am 28. Juni 2016 in der Rohrbacher Zweigstelle der Heidelberger Volksbank. Die Bank ist der Hauptsponsor des Jubiläums und hat als solcher mit einer großen Spende die Erstellung und den Druck der Festschrift überhaupt erst möglich gemacht. Auf 170 Seiten präsentiert die Schrift eine Momentaufnahme des Stadtteils im Jahr 2016 …

Bei der Übergabe der Festschrift

Mit bei der Eröffnung: Matthias Arnold, Heidi Supper  und Alexander Alten von der Heidelberger Volksbank und Hans-Jürgen Fuchs vom Stadtteilverein.

Fotos: Josef Scherhaufer

Abschlussveranstaltung der Reihe „Flucht hat viele Gesichter”

Thomas Theis, Beate Weber und Annette Bellm

Die Initiative des Stadtteilvereins Rohrbachs, des „Punkers“ und der „AG Asyl-Rohrbach sagt Ja“ hatte am 12.5.2016 zur Diskussion in die St. Thomaskirche eingeladen zur Abschlussveranstaltung der Reihe „Flucht hat viele Gesichter”. Gäste waren der Sänger Ashkan Amin, der Student Tobias Theis und Heidelbergs ehemalige Oberbürgermeisterin Beate Weber.

Hier lesen Sie einen Bericht zur Veransatltung von  Annette Lennartz …

 

Klare Linien & satte Farben

Blick in den Ausstellungsraum

Acrylgemälde von Stephan Ewich

Der Künstler Stephan Ewich wurde 1971 in Mannheim geboren und lebt in Zirndorf bei Fürth. In seinen Bildern verbindet er klare Linien mit lebendigen, farbenfrohen Elementen und viel Humor. „Tohuwabohu-Bilder“ nennt er seine Kreationen. Aber auch seine alte Heimat hat er im Bild festgehalten: Sowohl die klassische Heidelberger Ansicht mit Alter Brücke, Altstadt, Schloss und Heiliggeistkirche, als auch ein Mannheim-Motiv mit Wasserturm, Hauptbahnhof und Schloss gibt es im kunterbunten „Ewich-Stil“. Und zur 1250 Jahrfeier hatte er auch Rohrbach in Szene gesetzt. Eine Ausstellung im alten Rohrbacher Rathaus am 08.05.2016 zeigzte seine Bilder. Veranstalter waren der Obst, Garten und Weinbauverein Heidelberg-Rohrbach e.V. in Kooperation mit dem Stadtteilverein Heidelberg-Rohrbach e.V..

 

Wimpel in der Rathausstraße

28. April 2016

von Hans-Jürgen Fuchs

Zum Glück ist er schwindelfrei, der Uwe Bellm. Denn er hat heute den ganzen Tag im Korb eines Hubsteigers zugebracht. Und kleine Wimpel gespannt. Die Rathaustraße rauf und runter, und in die Heidelberger Straße rein bis zur Eichendorffhalle. Damit nun wirklich jeder mitkriegt: Rohrbach feiert Jubiläum. Und zwar richtig …

 

Fête des Jumelage

28. April 2016

von Hans-Jürgen Fuchs
Fotos von Reiner Herbold 

Jeden Sommer findet in Montpellier die ‚Fête de la musique‘ statt – ein gesamtstädtisches Musikfest für Jung und Alt, die bei verschiedensten Veranstaltungen zusammenkommen, um die vielfältige Kultur der Stadt zu genießen. Heidelberg startet zum 55jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft auf Initiative des Stadtjugendrings Heidelberg die ‚Fête du jumelage‘ mit Konzerten, Kunst, Kultur. Und der Stadtteilverein Rohrbach beteiligte sich. Im TaT spielten Kings Cross auf.

artwalk

28. April 2016

von Hans-Jürgen Fuchs

Der artwalk. Wir haben die Ateliers von Arvid Becker und Grete Werner-Wesner besucht. Ein Nachmittag mit anregenden Gesprächen und den Werken zweier sehr unterschiedlicher Künstler!

Führung „Jüdisches Leben in Rohrbach”
mit Claudia Rink

10. April 2016

von Birgit Roos, Fotos: Reiner Herbold

Bei schönstem Sonnenschein fanden sich fast 200 Gäste aller Altersklassen – und nicht nur aus Rohrbach – zur Führung pünktlich um 15 Uhr am Alten Rathaus in Rohrbach ein. Die (Kunst-) Historikerin und Mitglied des punker – Vorstands Claudia Rink führte fast 2 Stunden durch die Veranstaltung des „punker“ in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Geschichtsverein und dem Stadtteilverein Heidelberg – Rohrbach.

Sie zeigte anhand von zahlreichen Häusern im Bereich Rathausstraße, Amalienstraße, Rohrbacher Schlösschen, Weingasse (früher: Judengasse) bis hinunter zum Rohrbach – Markt Beispiele aus dem Leben jüdischer Familien in Rohrbach auf. Jede einzelne Familiengeschichte machte noch einmal deutlich, welch unglaubliche Schicksale damit verbunden waren.

Claudia Rink bettete ihre interessanten Recherchen ein in den historischen Hintergrund der Entstehung Jüdischer Gemeinden in unserer Region vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis zur Reichspogromnacht.

Hilfe beim Einleben in einem fremden Land

Bei der Veranstaltungsreihe „Flucht hat viele Gesichter“ berichten zwei Flüchtlinge und eine Helferin über ihre Erfahrungen in Heidelberg

Von Mirjam Mohr

Seit Monaten bestimmt die Flüchtlingsthematik die öffentliche Debatte in Deutschland. Doch wie geht es eigentlich den Menschen, die vor Krieg, Not und Verfolgung geflohen und in Heidelberg gelandet sind? Um diese Frage ging es am 10. März 2016 bei der vorletzten Veranstaltung der Reihe „Flucht hat viele Gesichter“, die der Stadtteilverein Rohrbach gemeinsam mit dem punker e.V. organisiert. Beantwortet wurden sie von einer Iranerin und einer Syrerin sowie der Vorsitzenden des Asylarbeitskreises Heidelberg, die im Alten Rathaus Rohrbach unter der Moderation von Annette Bellm von ihren Erfahrungen berichteten. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Iraner Ashkan Amin mit Gitarre und Gesang.

Der Asylarbeitskreis wirkt als einer von mehreren Partnern der Stadt bei der Betreuung der Flüchtlinge mit. Die Vorsitzende Gudrun Sidrassi-Harth schilderte zunächst, wie die aktuelle Lage in Heidelberg aussieht und welche Aufgaben sie und ihre Kollegen erfüllen. Der Asylarbeitskreis ist vor allem bei der Einzelbetreuung tätig. „Die Stadt informiert uns, wenn neue Flüchtlinge angekommen sind, denen wir dann Erstbesuche abstatten. Anschließend vermitteln wir Ehrenamtliche, die die Neuankömmlinge im Alltag unterstützen, etwa bei Behördengängen oder Arztbesuchen“, erklärte Gudrun Sidrassi-Harth. Ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich sind Sprachkurse, außerdem organisieren die Flüchtlingshelfer Kleiderkammern und Kinderbetreuung, vermitteln Dolmetscher und führen Schulungen und Fortbildungen für Ehrenamtliche sowie Infoveranstaltungen durch.

Wie es für die Menschen nach ihrer Ankunft in Heidelberg weitergeht, darüber berichteten  die Iranerin Parvaneh Zare und die Syrerin Banafsha Arabo. Beide kamen mit ihren Familien nach Heidelberg und leben inzwischen in Wohnungen und Kirchheim und im Pfaffengrund. Während Familie Zare noch auf den Bescheid ihres Asylantrags wartet, ist Familie Arabo bereits als Asylbewerber anerkannt. Beide Frauen fühlen sich wohl in Heidelberg und sind sehr dankbar für die Unterstützung, die sie erhalten haben – beide würden sich aber auch mehr Kontakt mit der Nachbarschaft und mehr Informationen über ihren Stadtteil und Freizeitaktivitäten wünschen.

Gudrun Sidrassi-Harth informierte im Anschluss über den aktuellen Stand bei der Planung einer neuen Flüchtlingsunterkunft in Rohrbach. Vorgesehen sind 100 bis 140 Plätze, die Bauarbeiten im Kolbenzeil sollen noch in diesem Frühjahr beginnen, so dass zum Jahresende die ersten Flüchtlinge einziehen können. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig, dass es bei der Betreuung der Flüchtlingen eine Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein und der AG Asyl in Rohrbach geben soll, um ehrenamtliche Helfer aus Rohrbach einzubinden und Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten im Stadtteil zu schaffen. Das begrüßten auch die beiden „Flüchtlingsvertreterinnen“ des Abends: „Wir brauchen als Ausländer mehr Kontakt und mehr Informationen“, betonte Parvaneh Zare. Dass die Bereitschaft dazu in Rohrbach vorhanden ist, zeigten die anschließenden Fragen aus dem Publikum nach Möglichkeiten, Flüchtlinge ehrenamtlich zu unterstützen.

 

Eröffnung der Ausstellung „1250 Jahre Rohrbach”in der Zweigstelle der Heidelberger Volksbank

Gruppenbild bei der Eröffnung

Vor 1250 Jahren wurde Rohrbach erstmals schriftlich im Lorscher Codex erwähnt. Aber auch das Heimatmuseum Rohrbach feiert ein kleines Jubiläum. Es besteht seit 45 Jahren. Und seit fast 50 Jahren ist die Heidelberger Volksbank mit einer Zweigstelle in Rohrbach fest verwurzelt. Aus diesem Grund hat der Stadtteilverein gemeinsam mit der Heidelberger Volksbank eine Ausstellung zusammengestellt.

Die Ausstellung zeigt Exponate aus der Frühgeschichte, Dokumente der ersten urkundlichen Erwähnung und das 500 Jahre alte Siegel sowie die Rohrbacher Entwicklung von einem kleinen Ort zum – vor allem für seine exzellenten Weine bekannten – großen Stadtteil. Gezeigt werden auch Hinweise auf berühmte Persönlichkeiten, deren Lebensweg im Ort Spuren hinterlassen hat. Auch Landwirtschaft und Brauchtum fehlen nicht, sodass die Ausstellung als Appetithappen das Festwochenende im Juli ankündigt.

Matthias Arnold, der Leiter der Zweigstelle, begrüßte rund 60 Gäste. Vorstand Alexander Alten unterstrich, dass die Bank gerne dem Wunsch des Stadtteilvereins nachgekommen ist, das besondere Jubiläum zu unterstützen. Die Heidelberger Volksbank spendet maßgeblich für die Festschrift, die zum Festakt im Juli 2016 vorliegen wird. Doch die Unterstützung sollte nicht nur monetär sein, sondern darüber hinaus die Verbundenheit mit dem Stadtteil signalisieren. So wurde die Idee zur gemeinsamen Ausstellung geboren.

Auch Hans-Jürgen Fuchs, 1. Vorsitzender des Stadtteilvereins, freute sich, mit der Heidelberger Volksbank auf der einen Seite einen Hauptsponsor für das Jubiläum gewonnen zu haben  und auf der anderen Seite einen Partner, mit dem es sich gut zusammenarbeiten lässt. Er dankte Heidi Supper, vom Marketing der Bank, die mit ihren Ideen und Anregungen  die Ausstellung erst möglich gemacht hat, Matthias Arnold für die Bereitstellung der Flächen und Alexander Alten für die großzügige Unterstützung. Auch  den Verantwortlichen des Heimatmuseums Wolfgang Späth und Jürgen Ziegler sprach er seine Anerkennung aus.

Wolfgang Späth vom Heimatmuseum ließ die Entstehung der Ausstellung Revue passieren. Die Zimmer des Heimatmuseums wurden fotografiert und Exponate für die Innenräume der Bank ausgewählt. Die Ausstellung macht Lust auf einen Besuch des Rohrbacher Heimatmuseums und ist bis einschließlich 22. April 2016 zu sehen.

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Fuchswaggon – Furukawa – Quartier am Turm


Es war das größte städtebauliche Projekt in Rohrbach vor der Jahrtausendwende: Die Konversion der Industriefläche im Westen. Für die Alteingesessenen ist das immer noch „Fuchswaggon”, die Jüngeren sind eher mit dem „Furukawa”-Schriftzug am ehemaligen Wasserturm aufgewachsen. Und für die Bewohner ist es das Quartier am Turm … Die Investoren bemühten Musiker und nannten die Baufelder „Sinfonia Italiana” oder „Concerto Grosso”. Sie ließen Teile der historischen Fassaden der Waggonfabrik stehen – allerdings musste hier teilweise durch öffentlichen Druck ein wenig nachgeholfen werden – und schufen so ein Quartier, dass ein ganz eigenes Gesicht hat.

Der Verein Quartier am Turm, das Quartiersorchester und der Stadtteilverein Heidelberg-Rohrbach zeigten nun in einer gemeinsamen Veranstaltung Fotos von Uwe Bellm und Hans-Jürgen Fuchs, Impressionen aus der Umbruchzeit, Szenen zwischen Industriebrache und Neubeginn. Die Ausstellung wurde am Samstag, 5. März 2016, 16:00 Uhr im TaT – Treff am Turm in der Franz-Kruckenberg-Straße 54 eröffnet. Und der Besucherandrang war enorm. Wolfgang Hermann, Vorsitzender des Quartiersvereins begrüßte uns stellte kurz die Geschichte des Gebiets und der Fuchsschen Waggonfabrik dar. Eva Bernhardt interviewte die Uwe Bellm und Hans-Jürgen Fuchs und deren Aussagen und die Bilder selbst motivierten die besucher zu langen, intensiven Gesprächen.

Musikalisch wurde die Eröffnung durch das Quartiersorchester eindrucksvoll begleitet.

Die Ausstellung kann bis Ende Mai während der Büroöffnungszeiten des TaT besichtigt werden:
 
Dienstag  10:30 – 12:00 Uhr
Mittwoch 17:00 – 18:00 Uhr

 

Weiberkram 2016:
Diesmal Schneewittchen

von Hans-Jürgen Fuchs (20.02.2016)
Fotos: Hans-Jürgen Fuchs und Reiner Herbold

Manchmal bedauere ich es sehr, dass ich leider nicht mehr die Zeit habe, jede unserer Veranstaltung angemessen zu kommentieren. Diesmal ist es wieder soweit: Das Weiberkramkonzert im Alten Rathaus hätte einen Kommentar verdient gehabt. Und was für einen.Der Raum platzte aus allen Nähten und die Stimmung war von Anfang an bestens.

Die Frauen waren wunderbar. Nur irgendwann sollten Sie sich einmal entscheiden! Sie schwärmten sowohl von großen, starken Männern, als auch von kleinen Männern die praktisch, günstig, und liebenswert seien. Ja was denn jetzt? Fragt der mittelgroße Chronist.

Dem Abend tat diese Ambivalenz natürlich keinen Abbruch, und die vielen, die leider keine Karten mehr bekommen konnten, können wir trösten: Anfang Oktober wird es zwei weitere Abende mit den Frauen vom Weiberkram geben!

 

Rohrbacher Straßennamen

Alte Straßenkarte

Lesung von Hansjoachim Räther

Woher hat die Straße, in der ich wohne, ihren Namen, und was bedeutet er? Das kann man in einem Buch nachlesen, das der Heidelberger Geschichtsverein e.V. veröffentlicht hat. In enzyklopädischer Vollständigkeit verzeichnet dieses Buch sämtliche 931 Straßen, Wege, Plätze und Brücken Heidelbergs. Zu jedem Stichwort findet sich eine Erläuterung hinsichtlich Namen, Geschichte und Funktion. Oft sind den Artikeln kleine Fotos beigegeben. Insgesamt enthält dieses Buch eine Unmenge an Informationen über Heidelberg. Ganz abgesehen davon, dass es oft einfach spannend ist zu erfahren, woher so manche Straße ihren Namen hat.

In dieser Veranstaltung stellte der Autor Hansjoachim Räther sein Buch „Die Heidelberger Straßennamen“ vor. Der Schwerpunkt lag natürlich auf den Straßennamen in Rohrbach. Über 60 Menschen nahmen teil.

Veranstalter: der punker und Stadtteilverein Rohrbach in Kooperation mit dem Heidelberger Geschichtsverein

Donnerstag, 4. Februar 2016, 19:00 Uhr
Ort: Altes Rathaus, Rathausstr. 43

FLUCHT HAT VIELE GESICHTER: Familie Berisha und das Kirchenasyl

von Ludwig Schmidt-Herb (21.1.2016)
Fotos: Hans-Jürgen Fuchs und Uwe Bellm 

Der Fall machte 2001/2002 Schlagzeilen weit über Heidelberg hinaus: die in Ziegelhausen lebende Familie von Gezim und Filoreta Berisha mit ihren 3 Kindern, seit 12 Jahren in Deuschland anerkannt als Asylberechtigte und längst hier integriert, sollte plötzlich abgeschoben werden in ihr Herkunftsland Albanien. Die Sozialhilfekosten für die 13-jährige behinderte Tochter seien nicht mehr tragbar, so das zuständige Amt der Stadt. Eine Welle von Solidarität brach los, der „Arbeitskreis Asyl Heidelberg“ nahm sich der Sache an, über 1500 Unterschriften aus der ganzen Stadt forderten den Verbleib der Familie, darunter Prominente wie die Dichterin Hilde Domin. Die Arbeitgeber der Berishas, die Schulen und Sportvereine der Kinder, die Kirchengemeinden zeigten Solidarität, aber die Ausländerbehörde blieb hart: freiwillige Ausreise oder Abschiebung mit Gewalt.

Da bot sich als letzte Möglichkeit das Kirchenasyl. In Ziegelhausen fand sich keine Möglichkeit, aber der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Thomas-Gemeinde in Rohrbach konnte seinen Kirchenvorstand dafür gewinnen. So zogen die Berishas am 9. März 2002 in die Rohrbacher Thomaskirche im Hasenleiser, und erst nach 282 Tagen, nachdem die Stadt endlich eingelenkt hatte, konnten die das Asyl wieder verlassen. Soweit die kurze Chronik der Ereignisse von damals.

Heute, 12 Jahre später, trafen sich, eingeladen vom punker e.V. und dem Stadtteilverein Rohrbach im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Flucht hat viele Gesichter“, die Hauptakteure von damals wieder: Frau Filoreta Berisha, Frau Ulrike Duchrow von AK Asyl Heidelberg und Herr Pfarrer i.R. Ekkehart Heicke von der Thomas-Gemeinde. Aber nicht nur sie brachten ihre Erinnerungen mit, die große Mehrheit der Zuhörer im Saal nahmen damals Anteil an dem Fall, entweder direkt als Helfer oder aber als solidarische Unterzeichner der Petition und Unterstützer der Berishas.

 

 
Annette Bellm vom AK Asyl Rohrbach führte durch den Abend und stellte zunächst die musikalischen Gäste vor: das „IGH-Recycling-Orchester“ der Klassen 7 + 8. Auf diversen einfachen Instrumenten wie Deckeln, Metallstäben, kleinen Gongs und Klangschalen spielten sie die rhythmische Begleitung zu zwei Liedern: 1. dem umgeschriebenen Bruder-Jakob-Kanon: „Bruder Mehrdad, Schwester Mehrnousch, hörst du nicht, hörst du nicht die Glocken? Komm dorthin!“, 2. einem Sprechgesang, in dem fünf der Menschenrechtsartikel wörtlich zitiert wurden.

Dann hatte Frau Duchrow das Wort. Sie schilderte, wie die Familie Berisha 1990, im damals noch stalinistischen Albanien, wegen der Roma-Herkunft des Mannes verfolgt wurde und über die deutsche Botschaft nach Deutschland fliehen konnte. Hier wurden sie zwar als Asylanten anerkannt, aber ihr Bleiben war nur „geduldet“. Dieser Zustand dauerte 12 Jahre, und in dieser Zeit hatte sich die Familie faktisch weitgehend integriert, die Eltern hatten feste Arbeit, die Kinder waren in der Schule, das behinderte Mädchen hatte einen Platz in der Kooperationsklasse der Graf-von-Galen-Schule. Und da wurde dann aus heiterem Himmel die Duldung plötzlich entzogen. Eine Rückkehr nach Albanien war unmöglich, sie hätte die Familie ins tiefste Elend gestürzt. Da sich die Ämter trotz aller öffentlichen Solidaritätsbekundungen unnachgiebig zeigten, blieb nur die Option des Kirchenasyls. Das sei allerdings – so führte Frau Duchrow aus - nur die ultima ratio, wenn alle politischen Mittel ausgeschöpft seien, aber doch noch Hoffnung bestehe auf juristischen Erfolg. Dann könne man so „Zeit gewinnen, den Rechtsstaat zum Recht zu bringen“. Und das habe dann, dank der großen und dauerhaften Hilfe von engagierten Bürgern, IGH-Schülern, Anwälten, der Presse und aller Kirchen endlich auch zum guten Ende geführt.

Filoreta Berisha bedankte sich dafür bei allen, die damals für sie da waren und auch heute wieder gekommen waren. Es sei eine sehr schwere Zeit gewesen für sie alle, aber sie habe bei der großen Hilfsbereitschaft immer daran geglaubt, dass es gut ausgehen würde. Heute seien sie alle ganz normale Heidelberger. Sie selbst ist jetzt Fachverkäuferin in der Fischabteilung bei REWE in Rohrbach, und erst vor kurzem hat sie einen Einzelhandels-Preis gewonnen als beste Fachverkäuferin. Auch ihr Mann und ihre Kinder sind beruflich bestens ausgebildet und integriert, selbst die behinderte Tochter Margilen hat sich gut entwickelt und hat inzwischen eine Job. Heidelberg sei für alle zur Heimat geworden, und sie alle würden gerne hier arbeiten, weil ihnen ihre Arbeit Spaß mache.

Ekkehart Heicke, der damalige Pfarrer der Thomas-Gemeinde erzählte dann sehr anrührend, wie er damals zusammen mit dem Kirchenvorstand spontan entschied, die Familie in seiner Kirche aufzunehmen. Sie wohnten und schliefen auf der Orgelempore, ein kleiner angrenzender Gemeinderaum war die Wohnküche, in der Sakristei war das Kinderzimmer und das Kirchenschiff war Treffpunkt, Spielplatz und „Raum für alles“. Und beim Sonntagsgottesdienst waren die Berishas als Muslime einfach dabei. 282 Tage dauerte die Asylzeit in der Kirche, und in dieser Zeit hat Herr Berisha die gesamte Bestuhlung der Kirche neu gestrichen. Auch Herr Heicke betonte nochmals, dass ohne die große öffentliche Unterstützung, aber auch durch den Rückhalt beim Diakonischen Werk und den kirchlichen Dekanaten Heidelbergs die Aktion nicht so glücklich ausgegangen wäre. Dieser Zusammenhalt der Kirchengemeinden, so betonte er, habe etwas mit dem Glauben zu tun, und er gab zu bedenken, dass wir alle auch die aktuelle Flüchtlingssituation als Aufgabe annehmen müssen, im Namen Gottes zu teilen.

Annette Bellm bedankte sich für dieses Abschlußwort und wollte schon den Abend beschließen, als ein Teilnehmer im Saal darauf hinwies, dass Frau Berisha heute Geburtstag habe. So fand mit einem gemeinsamen Geburtstagskanon für Filoreta Berihsa dieser Abend ein überraschend schönes und passendes Ende.

 

Die Töpelkings im Roten Ochsen

Blick auf di Bühne

Es war ein ungewöhnliches Konzert, das am 15. Januar 2016 im Ochsen stattfand. Arnim Töpel, kein Unbekannter in Rohrbach hatte aus Anlass unseres Ortsjubiläums zwei Kollegen mitgebracht –Erwin Ditzner und Michael Herzer. Das Trio brachte uns weniger Musikkabarett, als ein Konzert mit wunderschönen Liedern. Es waren Töpels „greatest hits”, aber neu interpretiert, volles Blues und Groove. Und oft auch sanft und voller Poesie.

Hier ein Bericht und einige Bilder …

Jubiläumsstart an Silvester 2015

Zum Start des Jubiläumsjahres trafen sich viele Menschen auf dem Rathausplatz, brachtren Feuerwerk mit und stießen gemeinsam auf das Jubiläumsjahr an.

 

Menschen am Rathausplatz, Feuerwerk

 

Hier einige Impressionen vom Jahresstart – und vom Aufräumen danach …

Das Programmheft für das Jubiläumsjahr ist erschienen

Jahresprogramm, DeckblattDas Jubiläum wird uns das ganze Jahr über begleiten. Alle Vereine, Institutionen und Initiativen in Rohrbach waren aufgerufen, sich mit eigenen, themenbezogenen Veranstaltungen zu beteiligen. Herausgekommen ist ein umfangreiches Programm, das Sie in den Rohrbacher Geschäften, Bei Banken und Sparkassen und im fitropolis erhalten.

Im Mittelpunkt des Festjahrs steht unser Festwochenende. Und hier das Festdorf am 2. und 3. Juli 2016 in und um die Rathausstraße. Bunte Fähnchen werden es schmücken, Stände von Vereinen, Gruppierungen, Anliegern und des lokalen Gewerbes werden uns mit Spezialitäten versorgen und natürlich wird es eine Bühne geben mit Live-Bands. Und ein altes Karussell wird Große und Kleine einladen, Runden zu drehen.

Im Jubiläumsjahr präsentiert sich Rohrbach in seiner ganzen Lebendigkeit und Vielfalt, mit Traditionen und neuen Ideen, manchmal ernst, manchmal fröhlich, manchmal schräg. Holen Sie sich das Jubiläumsprogramm und freuen Sie sich auf viele bunte Veranstaltungen …

Das Jahresprogramm können Sie als PDF-Datei auch hier downloaden …

Das Jubiläumsjahr in Rohrbach – eine Gemeinschaftsaufgabe

Logo 1250-Jahre Rohrbach

Das Jubiläum wurde gefördert durch die Heidelberger Volksbank, die Stadt Heidelberg und die Stadtwerke Heidelberg.

Signet Heidelberger Volksbank   Signet der Stadtwerke Heidelberg

Wir bedanken uns auch für die Unterstützung durch die Badische Beamtenbank, die Sparkasse, die Volksbank Kurpfalz und den VdK Sozialverband, Ortsverband Rohrbach.

Wir danken Oberbürgermeister Dr. Würzner für die Übernahme der Schirmherrschaft  für das Jubiläumsjahr, Xenia Hirschfeld vom Gebäudemanagement der Stadt Heidelberg für ihre wohlwollende Hilfe und der Schlosserei Weese, dem Maler Hauck und Johannes Bär für ihre Unterstützung beim Umwandeln der Festhalle.

Viele Rohrbacher Vereine und Institutionen haben uns unterstützt und sich auch mit Veranstaltungen am Jubiläumsjahr beteiligt. Danke an

  • die Eichendorffschule
  • die Freiwillige Feuerwehr
  • die Rohrbacher Kirchengemeinden
  • den Liederkranz
  • den Sängerbund
  • den Obst-, Garten- & Weinbauverein
  • das Polizeirevier Heidelberg-Süd
  • den punker
  • die Rohrbacher Jungs
  • das Rote Kreuz
  • die Schützengesellschaft
  • die Sängereinheit
  • den Spielmannsverein
  • den Turnerbund (TBR)
  • die Thoraxklinik
  • die TSG

Ebenfalls gilt unser Dank allen, die uns mit kleinen und größeren Spenden geholfen haben.