Stadtteilverein Rohrbach > Die Begrüßungsrede 2015

Kerwe 2015

Auszug aus der Begrüßung durch den Stadtteilvereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Fuchs

Wünsche an die Politik

Hans-Jürgen Fuchs bei der Begrüßung

Wenn schon mal so viele Lokalpolitiker vor Ort sind, muss ich die Gelegenheit am Schopfe packen, diesen ein paar Wünsche mit auf den Weg zu geben. Keine Angst, ich fasse mich jedes Jahr kürzer.

Konversion Hospital

Der Bürgerbeteiligungsprozess läuft. Natürlich hatten wir an einigen Stellen Kritik und haben diese auch zum Ausdruck gebracht. Trotzdem sind wir der Meinung, dass das Ganze sehr gut läuft und dass das Hospitalgelände ein echtes Schmuckstück werden kann. Entscheidend wird allerdings der Zeitpunkt sein, wenn all die schönen Pläne und Überlegungen sich an der Realität beweisen müssen. Dann nämlich, wenn die Investoren gefragt sind …

Flüchtlinge in Heidelberg

Ich möchte einen weiteren Punkt ansprechen, der uns hier in Rohrbach zwar nur indirekt betrifft, der mir selbst aber sehr nahe geht: Vor vielen Monaten, als klar wurde, dass sehr viele Flüchtlinge aus dem Nahen Osten nach Europa kommen werden, haben die Stadtteilvereine der Südstadt, Kirchheims und Rohrbachs gemeinsam die Initiative ergriffen und gefordert, dass Heidelberg die Flüchtlinge gut aufnimmt – und aber bitte auf alle Stadtteile fair verteilt. Im Juli fand hier in Rohrbach auf Initiative von OB Würzner in Zusammenarbeit von punker und Stadt­teilverein eine Veranstaltung unter dem Motto Willkommen in Heidelberg statt.

Wenn ich mir so angucke, was in der Stadt abläuft, kann man glaube ich mit gutem Gewissen sagen: Heidelberg hat seine Verantwortung über das normale Maß hinaus angenommen und auf die schlimme Situation sehr gut reagiert. Allerdings darf die Bereitschaft einer Gesellschaft, viele Menschen aufzunehmen nicht ausgenutzt werden! Deshalb unterstütze ich meine Kollegen in Kirchheim und den Oberbürgermeister nachdrücklich bei ihrer Forderung an die Landesregierung, eingegangene Verpflichtungen gegenüber der Stadt Heidelberg auch einzuhalten.

Parkplätze im Lindenweg

Und noch eine Sache, die uns hier in Rohrbach sehr bewegt hat: Ich meine den Wegfall der Parkplätze im Lindenweg und seiner Umgebung, der vor Ort sehr viel Ärger verursacht hat.

Es ist unbestritten, dass es viele Stellen in Heidelberg gibt, an denen rücksichtslos abgestellte Fahrzeuge die Fußgänger behindern. Der Lindenweg gehörte nach meiner Beobachtung allerdings nicht dazu.

Trotzdem kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, was das Gehwegparken betrifft. Aber die Art, wie der Konflikt geführt wurde, die Kompromisslosigkeit, hatte doch schon einen sehr ideologischen Charakter.

In den letzten 20 Jahren haben wir hier in Rohrbach gelernt, dass wir sehr viel durchsetzen können, wenn wir es schaffen, über Partei- und andere Grenzen hinweg Lösungen zu finden, mit denen alle leben können. Ich würde mir wünschen, dass das in Zukunft wieder so sein wird.

Umbau am Rathausplatz

Der neue Platz wird inzwischen bestens angenommen, nachdem die anfänglichen Probleme, zum Beispiel zu viele Poller, korrigiert wurden. So wie es jetzt ist, sind wir sehr zufrieden.

Aber, wer schon einmal ein Haus umgebaut hat, weiß: Am längsten dauern immer die „Restarbeiten”. Hier in der Ecke steht zum Beispiel seit Monaten eine Warnbarke und das Teil der Traiteurschen Wasserleitung blockiert immer noch die Beleuchtung des Rathauses … Monate nach der offiziellen Einweihung des Platzes. Das ist ein Unding! Wie lange soll das noch dauern? Die Restarbeiten müssen jetzt endlich erledigt werden!